The Ruff-Times are over
2026-06-17(DET) Unglaublich, unfassbar, was für ein Playoffrun der Red Wings. Ein erneuter Sweep im Finale brachte den Wings den Titel nach sechs Jahren. Man muss es anerkennen, dass dieses mal wirklich alles gepasst hat, sicherlich auch in der eigenen Conference das Ausscheiden anderer Favoriten in einem frühen Stadium. Dennoch haben die Wings die Chance genutzt und im Herbst ihrer Leistungsfähigkeit nochmal das geschafft, was man nicht mehr gedacht hat. On the Top of the World schrie der junge und noch am Anfang seiner Karriere stehende Loogan Cooley, der nach Detroit gekommen ist , um oben mitzuspielen. Andere erfahrenere Spieler wirkten nach der ersten Freude auch nachdenklich, da man weiß...dieser Moment kommt wohl so schnell nicht mehr wieder. Vielleicht lag es auch an der Höhe und dem geringeren Sauerstoffgehalt in Denver, dass die Älteren so wirkten, man weiß es nicht. Während die Mannschaft um Kapitän Victor Hedmann jedoch nach dem Abpfiff in Denver in Freundenstürme ausbrach und auf dem Eis feierte, gab es einen leisen Mann der unbemerkt und dennoch aufrichtig sich in die Kabine zurückgezogen hat, nachdem er dem gegnerischen Coach die Hand gegeben hatte. Es war der Mann hinter dem Erfolg, der Coach der Wings Lindy Ruff. Lindy Ruff, der Junge aus Warburg Alberta, der hart und ehrlich arbeitende Trainer, der in der Liga sicherlich als einer der großen anerkannt ist. Einer der großen stillen, aber auch bis heute der konnte. Jetzt hat er es geschafft. Aber er musste diesen Moment für sich haben. Er weiß, mit 66 Jahren wird man nicht mehr oft das schaffen, was man jetzt erreicht hat. Er saß zusammen mit seiner Familie in der Kabine und hat den Moment mit seinen Liebsten genossen. Es war eine Mischung aus Freude und Erleichterung, die aus seinem Gesichtszügen hervorkam. Eine gewisse Melankolie über das Erreichte und das Vergangene. Man hatte das Gefüh,l als wäre ein Lebenswerk vollkommen geworden für einen Menschen, der immer an dieses Ziel geglaubt hat, trotz aller Widrigkeiten.
Als es zur Verleihung des Cups kam, musste ihn der Kapitän aus der Kabine holen. Victor Hedman erkannte die Wichtigkeit des Moments. Er holte den Trainer bei der Übergabe mit zu sich aufs Eis und übergab den Cup direkt ohne eigenen Jubel an Lindy Ruff der ihn als erster in den HImmel heben durfte. Sicherlich für einen 66 jährigen nicht leicht, aber wer sein Leben lang auf einen solchen Moment wartet, der schafft auch das.
"Es war toll die Jungs und Lindy feiern zu sehen. Lindy ist ein sehr bescheidener, demütiger und fleißiger Trainer, der immer auf das nächste Ziel hinarbeitet. Er hat es verdient hier zu stehen. Ich hoffe, er genießt den Tag in vollen Zügen. Es ist sein Tag!", so GM Rohac nach der Bierdusche in der Kabine.
WIe es in den nächstne Jahren weitergeht in Detroit ist nicht klar. Lindy Ruffs Vertrag läuft aus. Mal schauen, ob er noch weitermachen möchte oder ob das Lebenswerk vollendet und beendet ist. Aber die Planung der neuen Saison ist jetzt noch Nebensache, denn jetzt steht erstmal die große Siegesfeier und die Parade für die Fans an. Let the Party begin!!!!
