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Keine Bewegung zur Trading Deadline!

2025-02-28

Winnipeg. Verdächtig ruhig ist es zur Trading Deadline bei den Winnipeg Jets in der GFHL. Doch nicht nur in Winnipeg. An vielen Orten ruht aktuell still der See. Obwohl einige Teams mitunter spannende Spieler anbieten, denkt man in Winnipeg nicht, dass noch großartig etwas passieren wird. Für die Jets ist bereits klar, dass es keine Veränderungen mehr geben wird.

Dabei hatten die Jets nach zuletzt vier Siegen und einer guten Phase rund um den 4 Nations Cup gestern Abend mit einer krachenden 2:9-Pleite bei den Ottawa Senators wieder durchaus harten Bodenkontakt bekommen. Heute geht es mit den Nashville Predators gegen einen Gegner, der zwar auf dem Papier nicht so stark wirkt wie vielleicht andere Teams, die es aber regelmäßig hinbekommen, gegen die Jets gut auszusehen und auch Punkte in der Country-Metropole zu behalten.
Und die Konkurrenz auf den Plätzen lauert. Die Dallas Stars sind nur drei Zähler weg, haben aber weniger Spiele.
Verstärkungen würden gut tun, doch Jets-GM Toby schließt Transfers zur Trading Deadline aus.

Warum? Da ist zum Einen das Vertrauen in die eigenen Spieler, deren Potential trotz bisher mäßiger Saison zweifelsohne vorhanden ist und die wiederentdeckt werden soll von den Männern auf dem Eis.
Darüber hinaus ist es aber auch die Situation in der Liga selbst, die reges Treiben vor dem Ende der Transferperiode unmöglich macht.
Zu viele Team-Manager agieren mit dem Herzen statt mit dem Verstand und halten all ihre Spieler maximal lang, auch wenn ein Wechsel sportlich und geschäftlich wesentlich sinnvoller wäre.
Des Weiteren habe die Liga kein rechtes Mittelfeld mehr. "Wer nicht sicher Platz 1 oder 2 in der Division im Sack hat, konzentriert sich lieber auf die Draft-Lottery als auf Platz 3 und damit einen Playoff-Spot", stellt der GM fest. Mit dieser Konstellation verschieben sich die Bedürfnisse der Clubs während der Saison jedoch nicht, was automatisch zu weniger Gelegenheiten führt.
"Man werfe den Blick nach Carolina. Eine an sich sehr seriös geführte Franchise, wo in dieser Saison wenig zusammen kommt. Die wollen etwas ändern und bieten gute Spieler an, doch niemand nimmt sie ab! Die Cup-Contender können nicht, weil der Salary Cap dies verhindert. Die Teams aus dem unteren Mittelfeld mit ausreichend Cap jedoch lassen es sein, da sie um ihre Draft-Postion fürchten. Diese Entwicklung ist schwierig", sieht GM Toby.

Ein Draftpick oder auch zwei in der ersten Runde garantieren kaum einen Aufschwung. Erst recht nicht, wenn der Rest des Teams bewusst möglichst konkurrenzunfähig bestückt wird, um die Chancen auf die Top-Picks zu erhöhen.
Auf diese Weise zementieren die Teams eher ihren Status als Team aus dem hinteren Tabellendrittel, während nur etwa eine Handvoll Teams die höchsten Trophäen langfristig unter sich ausspielen. EIn Szenario, dem der Modus der Liga eigentlich entgegenwirkt, wenn es die GMs auch nutzen.

"Unser Cap ist am Anschlag. Winnipeg wäre als Seller aufgetreten oder hätte gleichwertiges Material tauschen können oder wollen. Aber da es keinen Markt gibt, gehen wir mit einem eingespielten Team in die Crunchtime und peilen erneut die Playoffs an. Und in den Playoffs stehen bei den Jets genügend Spieler im Kader, die zwei Stanley Cups gewonnen haben. Denen kann auch ein Dritter gelingen! Zumindest wollen wir es versuchen. Uns bleibt nichts Anderes übrig", bleibt der GM optimistisch.

Dies sei aber auch nicht schlimm. Winnipeg gehört zu den starken Teams und verfügt auch stets über eine starke Breite. Dies reicht aus, um jede Saison um die Playoffs mitzuspielen und die Chance auf den Titel zu haben.
Ein Pick in der Draft Lottery ist zwar schön, doch letztlich nur Beweis für die Tatsache, dass das abgelaufene Jahr kein sportlich Gutes gewesen ist. Wer das gern im Stammbuch haben möchte, dem wünsche GM Toby viel Spaß dabei.
In Winnipeg hingegen bleibt es traditionell bei der Saisonvorgabe: Playoffs! Völlig egal, wie die Saison bisher gelaufen ist.