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Jets verlieren Spiel 4 auf der Strafbank!

2020-05-02

Winnipeg. Nach 4 Spielen steht es im Conference-Halbfinale erwartungsgemäß 2:2 in der Serie zwischen den St. Louis Blues und den Winnipeg Jets. Die vergangenen beiden Spiele im Bell MTS Centre hatten es in sich und gingen jeweils in die Overtime. Zuletzt gewannen die Blues mit 5:4 und konnten sich damit für die 1:2-Heimniederlage in Spiel 2 revanchieren.

Am gestrigen Abend gingen beide Teams gewohnt offensiv, aber auch taktisch geprägt in die Partie. Mit Back-Up-Goalie Tristan Jarry zwischen den Pfosten, der den völlig ausgepumpten Pekka Rinne bei den Blues vertrat, hoffte man in Winnipeg, eine vermeintliche Schwachstelle ausgemacht zu haben. doch weit gefehlt. Jarry agierte im ersten Drittel herausragend, fischte die komplette Offensivwelle der Hausherren weg und brachte seinen Vorderleuten somit die Sicherheit, die eigenen Angriffe mit viel Ruhe auszuspielen. Das Resultat war eine 2:0-Führung der Gäste nach 20 Minuten, nachdem Carl Soderberg und Aleksandar Barkov in Überzahl getroffen haben. Das die Jets das aktivere und optisch überlegene Team waren, störte bei den Gästen niemanden.

Der mittlere Abschnitt war gerade 31 Sekunden alt, als Blake Wheeler seine Farben auf 1:2 heran brachte. Wer nun allerdings erwartete, dass sich das Spiel drehte, wurde jäh enttäuscht. Keine zwei Minuten nach dem Anschluss musste Dustin Byfuglien zum dritten Mal an diesem Abend in die Kühlbox und die Blues stachen zum zweiten Mal in Überzahl zu. Josh Anderson erzielte in der 24. Minute das 1:3 und stellte den alten Abstand wieder her.
Fortan versuchten die Jets, ihrer Feldüberlegenheit etwas Zwingendes zu verliehen - mit Erfolg! Die zweite Hälfte des mittleren Abschnitts gehörte fast komplett den Jets, die sich nun, getragen vom White Noise der ausverkauften Arena, tragen ließen und alle Register zogen. Andrew Copp nach 30 Minuten und Ryan Murray mit seinem ersten Playoff-Tor acht Minuten später glichen zum 3:3 aus und ließen die Fans von einer Vorentscheidung in der Serie träumen.

Der Schlussabschnitt verlief ausgeglichen, bis Dustin Byfuglien erneut die Strafbank aufsuchen musste. Während der Rest seines Teams die erste Strafe noch überstehen konnte, sorgte in der zweiten Unterzahl Ex-Jet Eric Staal für das 4:3 der Blues und brachte dem Powerplay eine Quote von starken 60% am heutigen Tag.
Die Jets reagierten überlegt, aber nicht übermütig. Es dauerte allerdings bis in die letzte Minute, als Patrik Laine mit einem seiner unnachahmlichen Handgelenkschüsse den erneuten Ausgleich erzielte und die Jets in die Verlängerung brachte.

In der Overtime sahen die Fans das Spiegelbild der Overtime aus Spiel 3. Die Jets bestimmten den Druck, drängten auf die Entscheidung, das Tor fiel aber für die Gäste aus St. Louis. Erneut war es Eric Staal, der das Spiel zugunsten der Gäste entschied und die Serie auf 2:2 und damit wieder alles auf Anfang stellte.

Jets Head Coach Paul Maurice war nach der Partie verständlicherweise nicht zufrieden: "Wir haben nicht clever gespielt, zu viele Strafen gezogen und damit auch das Spiel verloren. Das müssen wir abstellen, wenn wir die Serie bestehen wollen."
Über mögliche Änderungen für das Spiel 5 am Sonntag in St. Louis wollte Maurice noch nichts sagen. Es wird jedoch mindestens ein längeres Gespräch mit Dustin Byfuglien anstehen, der mit fünf Strafzeiten und drei Gegentoren heute der Pechvogel des Abends war.