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Wechselspiel in der Central Conference

2019-06-26

Winnipeg. Die Winnipeg Jets haben vor dem Draft einen größeren Trade für die kommende Saison eingetütet. Mit Joel Armia, Brandon Manning und Riley Sheahan verlassen drei Spieler die Jets, die einen sehr soliden Eindruck hinterlassen haben und eigentlich als fester Bestandteil des Jets-Kader der komemnden Saison gehandelt wurden.
An ihre Stelle rücken mit Mikkel Boedker, Brendan Smith und Adam Henrique nicht weniger interessante Kandidaten.

Brendan Smith wird die Lücke, die Manning in der 3. Reihe hinterlässt, vollständig schließen können. Wie Nashville-Rückkehrer Manning hat auch Smith noch zwei Jahre Vertrag, bevor er auf dem UFA-Markt seinen Wert testen wird.

Für Defensiv- und Unterzahlspezialist Joel Armia wechselt mit MIkkel Boedker ein Mann für die Abteilung Attacke nach Winnipeg. Der Vertrag des Dänen läuft zum Ende der kommenden Saison aus. Es wird der letzte RFA-Vertrag werden, den Boedker dann unterzeichnet. Es hängt viel von seinem Output ab, wie sich dieser Vertrag gestalten wird.

Der dickste Fisch für die Jets ist zweifelsohne Center Adam Henrique. Auch sein Vertrag läuft Ende der kommenden Saison aus, wie Boedker ist auch er letztmals RFA. Henrique soll der Offensive der Jets mehr Durchschlagskraft verleihen und Sidney Crosby wie Patrik Laine beim Toreschießen entlasten.

Für die Nashville Predators ist dieser Transfer vor allem aus finanziellen Aspekten sehr interessant. Zum Einen weil die Preds noch eine Barzahlung von 2 Mio. aus Winnipeg erhalten, zum Anderen weil das neue Trio den Cap der Preds mit zusammen lediglich 4,5 Mio. belastet, während Smith, Boedker und Henrique in Winnipeg kommende Saison insgesamt 12,35 Mio. verdienen werden.

Jets-GM Toby, dessen Team letzte Saison stets am Cap-Minimum rangierte und gar Spieler nachverpflichten musste, um den Cap zu halten, hat hier eine ideale Option gesehen, die beiden Teams gut tut und sie besser macht. "Unser Kader kostet ohne die RFA-Spieler keine 41 Mio., mit den Verlängerungen sind es keine 50 Mio. Der Cap wurde auf 81,3 Mio. erhöht, wir könnten also über 30 Mio. an Cap investieren - bei einem fast vollen Kader. Da tun uns 8 Mio. mehr Gehalt bei drei Spielern nicht weh", argumentierte der General Manager.

Transferpartner Nashville steht vor einem völlig entgegen gesetzten Szenario. Das Team hatte viele Baustellen, aber mehr als 60 Mio. des Caps waren bereits aufgebraucht. Die Entlastung von 7,85 Mio. ist für die Preds Gold wert, der Verlust von Tormaschine Henrique kann durch die Defensiv-Akteure Armia und Sheahan direkt wettgemacht werden.
Ein Trade, den Fans und Journalisten in Tennessee gleichsam lobten. Die Finanzprobleme in Nashville sind bekannt. Viele Altlasten drücken die Franchise. Dieser Transfer wird als erster Befreiungsschlag gewertet, die Situation in den Griff zu kriegen. Sportlich stehen die Preds ohnehin direkt vor einem Rebuild. Mit dem Trio aus Winnipeg haben sich die Preds in erster Linie Verlässlichkeit ins Team geholt.