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Mit White Noise zum Seriensieg!

2018-05-08

Winnipeg. Die Jets gingen als Außenseiter in die Serie gegen Division Champion St. Louis. Wie schon gegen die Minnesota Wild in der Vorrunde. Und wie schon in der Vorrunde wurden beiden Auftaktspiele auf fremden Eis gewonnen. Eine Serie, wie sie spannender kaum sein kann, gestaltet sich das Treffen dieser beiden Teams. Zumindest für Taktikfreunde. Von wenig spektakulär, über Eis-Schach bis langweilig schrieben einige Gazetten, für die diese Serie weder Fleisch noch Fisch ist. Dementsprechend wenig Beachtung findet diese Serie außerhalb der beteiligten Städte. Da sind der Durchmarsch der Devils, das Agieren der Red Wings und das Pacific-Duell zwischen Arizona und Anaheim irgendwie spannender. "Spektakulärer möglicherweise, spannender definitiv nicht", wehrt sich Jets-GM Toby, dessen Team teilweise Mauertaktik, teilweise taktisches Zwangsverhalten vorgewurfen wurde. Der GM stimmt zumindest damit überein, dass etwas anders ist als sonst. Head Coach Mike Babcock und er schieben Überstunden, wenn es um die Gamepläne geht. "Wir hatten selten taktisch so intensiv gearbeitet wie diese Serie", gibt der GM zu. Zum Einen, weil er während der Playoff im gesamten Entstehungsprozess beteiligt sein will - statt sich wie sonst um das Geschäft zu kümmern und nur grobe sportliche Konzepte abzunicken. Zum Anderen aber auch, weil diese Serie nicht mit dem üblichen Hurra-Eishockey gespielt wird. Die Blues wurden in allen Details analysiert, eine auf den physisch und psychisch enorm starken Gegner soll das Zünglein an der Waage sein, dass diese Richtung Manitoba ausschlagen lassen soll.
Dazu kann sich das Team der Jets heute im heimischen Bell MTS Place einmal mehr auf den White Noise verlassen. Die begeisterten Fans wollen ihr Team heute erneut in die nächste Runde tragen. Parallelen zur letzten Serie werden wach, als die Jets Spel 5 in der Fremde ebenfalls verloren und dann im Spiel 6 den Deckel draufsetzen konnten. So soll es heute nach den Wünschen der Kanadier auch wieder sein. Bis auf den verletzten Francois Beauchemin kann Coach Babcock aus dem Vollen schöpfen. Braden Holtby wird im Tor starten, Christian Folin übernimmt Beauchemins Platz an der Seite von Markus Nutivaara. Das skandinavische Verteidiger-Paar hatte schon in der Regular-Season Eiszeit bekommen und harmoniert hervorragend.

"St. Louis will ein Entscheidungsspiel vor eigenem Haus. So werden sie auflaufen und wir werden sie erwarten", verspricht Dustin Byfuglien ein weiteres intensives Spiel. Mit einem hoffentlich eindeutigen Sieger. "Wir schicken die Blues heute in die Sommerpause" ist der Allrounder überzeugt. Die Blues haben in jedem Falle eine großartige Qualität, aber: "unser Wille ist größer". Wie der der Fans, die heute in der ausverkauften Arena einen Heimsieg feiern wollen.