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Ab in den Endspurt

2017-03-17

Viel hat sich in Minnesota seit der Weihnachtszeit getan. War man bis etwa zur Mitte der Saison gerade mal im Mittelfeld der Liga, hat man sich seit dem Jahreswechsel kontinuierlich nach vorne gearbeitet. Soweit sogar das man im Moment einen der beiden Wildcard-Plätze für die Playoffs belegt.  Mit 36 Siegen, 22 Niederlagen und 11 Spielen die man in der OT oder im Penaltyschießen verloren hat, ist man aktuell mit den erreichten 83 Punkten auf Rang 4 in der Central Division. Sogar die Nashville Predators, die den dritten Platz im Moment inne haben, sind noch nicht ausser Reichweite. Bei 3 Punkten Rückstand und einem Spiel in der Hinterhand kann man sicherlich auch noch in diese Richtung schielen Nach hinten hat man im Moment vier Punkte Vorsprung auf die Ducks und Canucks, die wohl realistisch gesehen die letzten Konkurrenten sind um einen Platz in den Playoffs.

Garant für den Aufschwung bei den Wild seit Weihnachten ist natürlich die gesamte Defensivarbeit. Im Augenblick hat man mit 159 Gegentoren die fünftbeste Defense der Liga.  Diese Defense beginnt natürlich bei Cam Talbot im Tor. Der Nachfolger von Stargoalie Braden Holtby im Kasten der Wild lässt seinen Vorgänger aktuell vergessen. 2,14 Gegentore bekommt Talbot im Schnitt und hält 91,9% aller Schüsse auf sein Tor. Beides sind absolute Topwerte bei den Torhütern mit über 20 Saisonspielen. Dann hat man mit Josi, Greene, Fowler, Larsson und Muzzin davor natürlich 5 absolute Klassedefender, die in dieser Saison auch einen klasse Job machen. Jeder dieser 5 könnte am Ende über 20 Scorerpunkte haben. Und sogar der vor der Saison mit etwas Sorge gesehene Spot des Nummer 6 Defenders ist im Moment kein Sorgenkind. Zach Trotman spielt eine unauffällige Runde ohne größere Fehler und bildet mit Routinier Muzzin ein sehr solides Paar.

Wenn es überhaupt so etwas wie ein Sorgenkind aktuell bei den Wild gibt, dann ist das vielleicht der Captain John Tavares. Dieser nämlich spielt aktuell vielleicht sein schwächstes Jahr im Trikot der Wild. Nur 19 Tore in 69 Spielen bisher, wenn Tavares in den letzten Wochen nicht ordentlich Gas gibt bleibt er eventuell sogar unter seinen 22 Toren aus der Rookie-Saison.  Zudem ist er fast 4% unter seinem Karriereschnitt in der Shooting-Percentage. Trotzdem ist er mit 53 Scorerpunkten noch zweitbester Scorer der Wild. Aber in dieser Saison hat ihm im Moment Alex Galchenyuk den Rang abgelaufen. Dieser steht aktuell schon bei 23 Toren und 37 Vorlagen, die 23 Tore und 60 Punkte sind jetzt schon ein Karriere-Bestwert. Mit 21 Toren bzw. 22 Treffern liegt der Rest der Angriffsverantwortung auf den Schultern von Mark Scheifele und Bryan Little. Mit Rakell, Fehr und Skille hat man zudem noch 3 Jungs die allesamt bei 10 Treffern stehen. Aber insgesamt lässt sich festhalten, das der Angriff dieses Jahr eigentlich nicht die Tiefe hat um ein Playoff-Team zu sein. Nur 173 erzielte Tore ist gerade mal Platz 22 in der gesamten Liga. Gut das man in der Defense steht und dazu auch noch das zweitbeste Penalty Killing hat. Wie schon vor der Saison mal geschrieben, die Defense muss es richten und nach mehr als 3/4 der Runde muss man sagen, es sieht so aus als täte sie es. 13 Spiele hat man noch vor der Brust, die Ausgangslage ist im Moment verheißungsvoll. Nun heißt es das Ding auf heimzubringen und dann finden die Playoffs zum dritten Mal in der Geschichte mit den Wild statt.