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Halbzeit-Report

2016-01-09

Winnipeg. Die Hälfte der Regular Season in der GFHL ist für die Winnipeg Jets nach dem 2:5 in Dallas gelaufen. Auf der Habenseite stehen 42 Punkte aus 16 Siegen und weiteren 10 Spielen, die erst in der Overtime bzw. im Penaltyschießen verloren gingen. Eine Torbilanz von 100:110 nach 41 Partien zeigt jedoch: es ist noch viel Luft nach oben. Von der zu Saisonbeginn anvisierten sicheren Playoffs-Teilnahme sind die Jets noch ein gutes Stück entfernt.  Der Rückstand auf den 8. Platz der Conference beträgt vier Punkte.

Seit Wochen betrieben Trainer Mike Babcock und GM Toby Ursachenforschung und haben erste Veränderungen eingeführt. So wurde die Taktik etwas modifiziert und seit Mitte Dezember spielt das Team druckvoller und agiert gefährlicher als vorher. Auch das Personal wurde noch einmal umgebaut. Right Wing Alex Chiasson, der das ihm nachgesagte Potential weder in Calgary noch in Winnipeg bestätigen konnte und zuletzt nur noch in der AHL eingesetzt wurde, wurde für Prospect A.J. Greer nach Montréal getradet. Wenige Tage zuvor entschied sich Scott Hannan, der mit seiner Rolle als 7. Verteidiger in seinem letzten Jahr unzufrieden war, bei den Florida Panthers anzuheuern. Im Gegenzug kam Thomas Hickey zu den Jets, der jetzt zusammen mit Francois Beauchemin in der 2. Reihe eine solide Rolle spielt. Das größte Problem fand sich jedoch im Tor der Jets. Hutchinson und Talbot hielten solide, waren aber zu keiner Zeit in der Lage, mal einen "Unhaltbaren" zu sichern oder der Unterschied zum Sieg zu sein. "Wir waren uns bewusst, dass Cam bisher nur als Back-Up in Erscheinung getreten ist und Michael aus der AHL kommt. Dennoch wollten wir ihnen die Chance geben, sich hier auf höchstem Niveau dauerhaft zu bewähren", skizzierte der GM das Szenario. Die Bürde des Starters scheint jedoch beiden noch etwas zuviel zu sein.

Darum hat man in Winnipeg reagiert und mit Braden Holtby einen Hoffnungsträger nach Manitoba geholt.

Neuzugang Holtby stellt sich nach dem ersten Training den Fragen der Journalisten.

Neuzugang Braden Holtby stellt sich nach dem ersten Training mit den Jets den Fragen der Journalisten

Neben Cam Talbot verließen auch Rickard Rakell und Mark Scheifele die Franchise und spielen nun für den Divisions-Rivalen Minnesota Wild. "Der Preis für Holtby ist verdammt hoch, aber wir bekommen mit ihm einen der besten Goalies der Liga", hält GM Toby große Stücke auf den 26-jährigen Torsteher. Das Minnesota eines der wenigen Teams ist, die in der Tabelle hinter den Jets liegen, stört dabei nicht. "Minnesota befindet sich mitten im Rebuild. Es war klar, dass sie diese Saison unten stehen werden. An so einer Situation kann gerade ein Goalie aber reifen. Braden hat sich hervorragend verkauft und ich bin mir sicher, auch Cam wird dieser Wechsel gut tun", ist sich der GM sicher, dass der Trade allen weiter hilft.

Für das Spiel morgen gegen die Buffalo Sabres führt der Trade auch für zwei AHL-Cracks zu ihrem Saisondebut im Dress der Jets. Winnipeg Native Brendan Shinnimin und Right Wing Ty Rattie wurden hochgezogen und werden zusammen mit Braden Holtby ihr erstes Spiel für die Winnipeg Jets absolvieren.

         

Aus dem Farmteam abberufen: Brendan Shinnimin und Ty Rattie

"Natürlich ist der Verlust von Mike und Rickard schmerzlich, aber ich bin mir sicher, das Team kann diese Lücken gemeinsam kompensieren. Ty und Brendan werden gemeinsam in der vierten Reihe agieren und diese beleben", freut sich GM Toby auf den frischen Wind. Den Vorteil sieht er dabei auf seiner Seite: "Mit Brendan und Ty werden wir keine klassische Checking-Line aufstellen können. Beide sind Zwei-Wege-Spieler mit Defensiv-Qualitäten und Torinstinkt. Das macht uns taktisch noch variabler."

Unterdessen scheinen sowohl Defender Dalton Prout als auch Goalie Dustin Tokarski keine Rolle mehr bei den Jets zu spielen. Beide Spieler seien verhandelbar, bei Angeboten sei man gesprächsbereit, hieß es aus dem Management.

Für die kommenden 41 Partien erhofft man sich in Winnipeg zum Einen, dass der Aufwärtstrend aus dem letzten Monat bestätigt werden kann und das die kommenden 41 Partien nicht die letzten sind, die es in dieser Saison zu bewundern gibt.