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Wild Again

2026-08-13
Das Ende des Rebuilds – Die Rückkehr des Franchise Players und das Erwachen der Zukunft
Die Jahre des Wartens, des Planens und der schmerzhaften Niederlagen im State of Hockey sind vorbei - so hofft man zumindest. Nach einer langen Phase des Neuaufbaus schickt Minnesota in dieser Saison ein Team aufs Eis, das nur ein einziges, zugegeben ehrgeiziges Ziel kennt: die Rückkehr in die Stanley Cup Playoffs. GM Ulmer hat das Fundament gegossen – jetzt hofft man, ist die Mannschaft bereit, erste Früchte dieses Aufbaus einzufahren.
Die triumphale Rückkehr: John Tavares ist wieder zu Hause
Die Geschichte dieses Sommers, die alle Fans in Ekstase versetzte, ist zweifellos die Rückkehr von John Tavares. Nach jeweils einjährigen Intermezzi in LA, Columbus, Edmonton und bei den Carolina Hurricanes kehrt der verlorene Sohn dorthin zurück, wo er gedrafted wurde und hingehört. Mit über 1.000 absolvierten Spielen im Trikot von Minnesota verkörpert Tavares die Identität dieser Franchise wie kein Zweiter und war Teil des Teams das die Wild aus der Lächerlichkeit der GFHL holte und erstmals in die Playoffs führte.
Er kehrt nicht nur als erfahrener Veteran zurück, sondern schließt sofort die größte Baustelle der vergangenen Jahre: die erfahrene Präsenz auf der Center-Position, wo in den vergangenen beiden Jahren Adam Fantili Alleinunthalter war. Mit seiner Bully-Stärke und Leadership-Qualitäten wird Tavares die Nummer eins im Sturmzentrum sein. Er ist der verlängerte Arm des Trainers auf dem Eis, der Ruhepol in engen Schlussphasen und der Mentor für die jungen Wilden im Kader. Zudem plant man ihn nach dieser Saison als Franchise Player ein, so dass klar ist, einen weiteren Wechsel wird es für den Kanadier nicht mehr geben. 
Das Debüt des Super-Rookies: Matthew Schaefer betritt die Bühne
Während Tavares gleichermaßen für die Historie und die Gegenwart steht, verkörpert ein anderer Name die leuchtende Zukunft: Matthew Schaefer. Das Debüt des hochtalentierten Rookies wird mit gigantischer Vorfreude erwartet. Schaefer bringt eine spielerische Dynamik mit, die die Defensive noch gefährlicher machen wir und zum letztjährigen Rookie Lane Hutson dazukommt und das Team so noch unberechenbarer machen wird.
Mit seiner Beweglichkeit fliegt der junge Verteidiger förmlich über das Eis. Gepaart mit enormer Ausdauer ist Schaefer bereits in seinem ersten Jahr bereit, signifikante Eiszeit zu fressen. Seine Fähigkeit, das Spiel aus der eigenen Zone heraus schnell zu machen und den Puck präzise in die Offensive zu tragen, wird Minnesotas Umschaltspiel hoffentlich auf ein völlig neues Level heben.
Der zukunftsträchtige Starter für das Tor
Auch im Tor setzt man bei den Wild auf einen Rookie und dieser wird als klare Nummer 1 in die Saison gehen - Jacob Fowler. Fowler ist das unangefochtene Kronjuwel auf der Torhüterposition. Seine absoluten Elite-Eigenschaften sind seine blitzschnellen Reflexe und eine extrem starke Fanghand, er wird die unumstrittene Nummer 1 im Gehäuse. Fowler ist das Fundament, auf dem die Playoff-Hoffnungen der Wild ruhen. Er wird die Last der Starts tragen müssen und hat das Potenzial, Spiele im Alleingang zu gewinnen. An ihm wird viel hängen. Sollte es nicht hinhauen wäre das aber auch nicht der Weltuntergang.
Weitere Neuzugänge
Tavares, Schaefer und Fowler sind aber bei weitem nicht die einzigen neuen im Team. Es hat sich noch mehr getan. So war man in Minnnesota vor dem Draft eines der aktivsten Teams und entschied sich die Picks für das Spektakel vorher abzugeben. So kam im Tausch für Pick 5 Danila Yurov und Pick 13. Dieser Pick 13 wurde direkt wieder für den jungen Mavrik Bourque eingetauscht. Beides Spieler die zur Alterstruktur anderer Schlüsselspieler wie Faber, Lacombe, Fantili und Protas passen und den neuen Kern des Teams bilden sollen. Das man letztlich nun so gar nicht am Draft teilnahm war so eigentlich gar nicht der Plan. Es ergab sich aber und man denkt das man hier richtig gehandelt hat. Yurov besticht durch starkes Laufspiel. Sein Speed macht ihn zu einem brandgefährlichen Antreiber. Zudem bringt er Spielübersicht und gute Puckkontrolle mit, die perfekten Werkzeuge für eine der Top-6-Flügelpositionen. Der andere neue im Team, Mavrik Bourque ist ein spielintelligenter und agiler Angreifer, der sowohl auf dem Flügel als auch als Center spielen kann. Änhlich wie Yurov ist er ein schneller Spieler, der mit seiner Spielübersicht auch als Vorbereiter für seine Mitspieler wirken kann. Zudem hat man im Angriff mit Igor Chernyshov einen weiteren mehr als vielversprechenden Rookie, der vor seinem GFHL-Debut steht.

Der Matchplan: Eine starke Defense und ein sicherer Rückhalt

Hinter diesen Storylines steht ein weiteres Kollektiv an jungen Spielern, die bereits in der GFHL für die Wild aufgelaufen sind. Die Identität des Teams in dieser Saison lässt sich schnell zusammenfassen: Von hinten aus einer starken Abwehr soll es funktionieren, während im Angriff die Last auf wenigen erfahrenen Schultern und einigen Youngstern ruht. 

  • Das defensive Bollwerk: Neben den spielstarken Verteidigern wie Schaefer, Faber, Lacombe oder Lane Hutson verfügt Minnesota mit Nikita Zadorov über eine absolute Abrissbirne. Zadorov wird zusammen mit Ilya Lyubushkin und Jack McBain dafür sorgen, dass kein gegnerischer Stürmer freiwillig vor das Tor zieht und zudem für ausreichend Schutz für die vielen hochtalentierten, jungen Spieler sorgen.
  • Die Festung im Tor: Zwischen den Pfosten ruhen die Hoffnungen auf Jacob Fowler. Der junge Schlussmann hat das Zeug zu einem echten Elite-Torhüter und muss in dieser Saison den nötigen Rückhalt bieten, um knappe Spiele nach Hause zu bringen.
  • Die Tiefe auf Center: Mit Tavares, Adam Fantilli, Noah Cates und Casey Cizikas besitzt Minnesota eines der statistisch stärksten Center-Aufgebote der Liga am Bullypunkt. Wer die Bullys kontrolliert, kontrolliert das Spiel.
  • Schwächen hat man sicherlich auf der Position des Ersatzgoalies und auf den Flügeln. Außer Protas und mit Abstrichen vielleicht Altstar Vladmir Tarasenko ist man auf den Flügeln eher harmlos besetzt. Patrik Laine ist aktuell komplett außer Gefecht und fällt die komplette Saison aus.

Das mögliche Line-up im Angriff

1.Reihe: Tarasenko - Tavares - Protas

2.Reihe: Berggen - Fantili - Yurov

3.Reihe: Chernyshov - Cates - Bourque

4. Reihe: McBain - Cizikas - Gigensons

Extra: Sasson, Raddysh

Das mögliche Line-up in der Defense

1.Paar: Zadorov - Faber

2.Paar: Hutson - Lacombe

3.Paar: Schaefer - Dunn

Extra: Lyubushkin

Torhüter:

Fowler

Nedeljkovic

Tut sich noch was

Gut möglich, nein, sogar sehr wahrscheinlich, man wird auf dem UFA-Markt versuchen noch einen Top 6 Winger zu bekommen, man ist im Augenblick noch unter dem Salary Cap, man muss also sogar was tun. Von daher ist dieses Line up nur ein Zwischenstand, da wird sich sicher noch was tun. 

Fazit und Ausblick: Der Playoff-Run kann beginnen
Der Kader weist zweifellos noch Baustellen auf – insbesondere die fehlende Schussgewalt von den Flügeln und die Verletzungssorgen um Patrik Laine. Doch das Gesamtgefüge hat sich drastisch verändert.
Die Mischung aus der Erfahrung eines John Tavares, der jugendlichen Genialität eines Matthew Schaefer oder Lane Hutson und des vorhandenen Talents der restlichen Truppe macht Minnesota in diesem Jahr möglicherweise wieder zu einem brandgefährlichen Team. Der Rebuild ist Geschichte, egal wie diese Saison weitergeht. Der Vorhang geht auf für die neue Ära im State of Hockey – und diese Ära führt hoffentlich direkt in die Postseason und das lieber heute als morgen.
 

 




David

Nur als Info: Um einen Franchise Player zu benennen, muss der Spieler bereits mindestens vier Spielzeiten in Folge für die Franchise gespielt haben.

Wild Again
Die Wild wollen wieder nach oben und greifen an

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David Siehst Du, wieder was gelernt. Die GFHL geht sogar einem inoffiziellen Bildungsauftrag nach
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