Minnesota Draft Review 2006, 2011, 2016 und 2021
2026-08-31War der Draft 2006 noch ein Flop, so hat man in den folgenden Jahren schnell dazu gelernt. Die Drafts 07,08,09, und 2010 produzierten mit allen ersten Picks die man hatte NHL´er, teilweise sogar mehrere und teilweise sogar Hochkarätige NHL-Spieler (Wilson, Josi, Fowler, Holtby, Stone und natürlich Tavares). Man hat also dazugelernt aus dem 06er-Desaster und sich deutlich besser vorbereitet. Insgesamt 12 Spieler die man in diesen 4 Jahren zog spielten mindestens einmal in der NHL, also 3 im Schnitt pro Jahrgang und auch 2011 hielt die Serie das der erste Pick den man hatte es in die NHL schaffte. Gut, 2011 war das der 3rd overall, der sollte das auch tunlichst schaffen. Hier der Rückblick
3rd D Adam Larsson - galt damals als sichere Sache, bester Defender des Drafts, mit 16 schon Stammspieler in der SHL und war auf dem Draftboard der Wild klar die 1, das weiß der GM noch. Ich glaube Couturier war die Alternative damals falls Larsson weg gewesen wäre, einen Artikel hab ich leider nicht mehr gefunden. Josi, Fowler, Larsson war damals die junge Achse in der Defense, ähnlich wie heute Schaefer, Hutson, Faber, Lacombe. Letzlich ein tolle Achse, auch wenn Larsson, speziell offensiv, nie sich so entwickelte wie man das erhoffte und eher ein defensiv orientierter Defender war. Über 10 Jahre bei den WIld und über 1000 Spiele in der NHL sind aber kein Fehler und man kann zufrieden sein im Rückblick mit dem Pick.
30th RW/C Zack Phillips - man muss Dinge auch beim Namen nennen, Philipps war ein Bust. So einfach. Man hat den NHL Wild hier nachgedrafted, wie noch öfters in diesem Draft, aber nicht aus Faulheit, sondern da Phillips eine herausragende Saison in der QMJHL hatte und mit Saint John den Memorial Cup gewann und als einer der besten Playmaker des Drafts galt. Man zog ihn an 30 und da war er allgemein auch erwartet worden. Die Frage damals war, profitierte er von Huberdeau, dessen Linemate er war. Nun, Jahre später muss man sagen: war wohl so. Zudem war sein Skating damals schon nicht das beste. Letztlich reichte es nicht in die NHL. 3 solide Jahre in der AHL, danach begann die Tingeltour durch Europa. Spielte u.a. auch in Duisburg und Rosenheim Oberliga.
63rd C TJ Tynan - zu gut für die AHL, zu schlecht für die NHL, das ist die Karriere von Tynan in einem Satz. In der AHL ein überragender Playmaker. Hatte mal 83 Assists in einer Saison, in diesem Jahrtausend hatte nur ein gewisser Jason Spezza mal mit 84 mehr. 4x die meisten Vorlagen in der AHL, 2x MVP. Hätte er davon nur die Hälfte in der NHL zeigen können, doch es reichte tatsächlich nur zu 31 NHL-Spielen mit 2 Vorlagen. In der GFHL war er 8 Jahre bei den Wild, machte 61 GFHL-Spiele. Schade, da hätte mehr draus werden können.
93rd RW Seth Ambroz - An 88 ging damals die Nummer 1 auf dem Zettel, daran kann man sich noch genau errinern. Weil man diesen Spieler auch in der DNHL nahm und ihn auch in der GFHL wollte - Johnny Gaudreau (RIP). Man zog die Alternative Seth Ambroz. Der galt damals als Power Forward Talent mit toller Technik. Im Jahr vor dem Draft, 2010, als Kandidat für Runde 1 gehandelt. Skating galt als ausbaufähig, wie bei Phillips. Aber in Runde 2 war er damals in der NHL fest eingeplant. Er fiel in Runde 5, hier nahm man ihn in Runde 4. Letztlich wurde er ein Bust, ein paar AHL-Spiele und Karrierende mit 24.
145th D Max Everson - Stay at Home Defender der gut skaten konnte, leider fehlte es insgesamt am Können für die NHL. Spielte nach dem College eine Saison ECHL und eine in Europa, ähnlich wie Ambroz mit 24 Karriereende. Immerhin mit einem Abschluß von Harvard in der Tasche.
153rd G Steve Michalek - gute Stats am College, gut in der AHL, 2 Callups zu den Wild, Michalek war dicht dran, aber knapp vorbei ist auch daneben. Spielte dann noch ein Jahr in Europa und hatte dann keine Lust mehr auf die Tingeltour. Immerhin hat er nicht mit 24 aufgehört, sondern mit 26.
183rd C Tyler Graovac - ein 7th rounder der es in die NHL schafft, das ist immer ein Bonus, aber genau in diesem Draft gab es mit Anton Forsberg, Colin Blackwell, Ryan Dzingel und speziell Ondrej Palat derer gleich 4, die mehrere hundert Spiele in der NHL schafften. Graovac brachte es auf 84 und ist aktuell in der KHL Trotzdem ein solider Pick, in der AHL ein starker Mann, in der NHL eher Role Player, die 84 Spiele verteilten sich auf 6 Jahre und 3 Klubs.
